Sonntag, 1. Juli 2018

Bericht zur Anthem of the Seas


Dieses Kapitel ist der ausführlichen Beschreibung der Anthem of the Seas, unserem Schiff, gewidmet.

Zunächst einige Eckdaten:

Allgemeine Infos:
-Kabine: 12679.
Deck 12, innen mit virtuellem Balkon
-Cabin Steward: bis zum Tag der Abreise nicht vorgestellt
-Tischzeit: 2. Essenszeit, 20:00, Grande Dining Room, 2er-Tisch

-Zustand und Pflege des Schiffes: ausgezeichnet
-Lieblingsplätze an Bord: Poolbereiche (insbesondere Außenpool, Innenpool und Solarium), Außendecks, Seaplex, Two70’s
-Unterhaltung: Shows im Theater: „We Will Rock You“ sehr gut, „The Gift“ in Ordnung
-Tagesaktivitäten: ausgezeichnetes Angebot (FlowRider, North Star, Ripcord by iFly, Autoscooter, Rollerblades etc. im Seaplex)
-Kabine: Größe und Stauraum sehr gut, Zustand ausgezeichnet

Personal/Service:
-Restaurant Grande: Waiter Felio (gut), Ass. Waiter I Wayan (gut)
-Stateroom Attendant: befriedigend bis gut
-Café Promenade, Café Two70‘s: Freundlichkeit und Service/Kompetenz stets gut bis sehr gut
-Service Bars/Lounges/Cafés: sehr gut, stets aufmerksam

Speisen:
-Frühstück Windjammer Marketplace Buffet: Angebot sehr gut, Qualität sehr gut, Personal gut 
-Frühstück Americon Icon Dining Room: Vielfalt der Speisekarte gut, Qualität gut bis sehr gut, Personal gut bis sehr gut
-Mittag Windjammer Marketplace  Buffet: Angebot und Qualität sehr gut, teils ausgezeichnet, Personal gut bis sehr gut
-Mittag Americon Icon Dining Room: Vielfalt der Speisekarte gut, Qualität gut bis sehr gut, Personal befriedigend bis sehr gut
-Dinner Grande Dining Room: Menüvielfalt gut bis sehr gut, Qualität sehr gut bis, Personal: siehe oben
-Café Promenade (24 h Lokal): Angebot gut, Qualität gut bis sehr gut
-Café Two70’s: Angebot sehr gut, Qualität sehr gut
-Seaplex Doghouse (Hotdog-Theke): Angebot gut, Qualität sehr gut

Schiff allgemein

Zur Anthem oft he Seas sind im Web sehr viele Infos inkl. Bilder zum Nachlesen, daher beschränke ich meine Beschreibung auf das Wesentliche:
Baujahr 2015; Vermessung 168‘666 BRZ; 348 m lang; 41 m breit; 4180 Passagiere bei Doppelbelegung; bis zu 4905 Passagiere bei Maximalbelegung; 1300 Crewmitglieder
Die Befürchtungen und Vorbehalte betreffend der Größe des Schiffes haben sich nicht bestätigt.




Die Anthem of the Seas gehört zur „Quantum-Klasse“, die seit Oktober 2014 mit dem Typschiff „Quantum of the Seas“ zur RCI-Flotte gehört. 
Aufgrund der Größe und angekündigten Passagieranzahl des Schiffes hatten wir gewisse Vorbehalte, dass uns das Schiff zu groß und zu voll sein könnte.
Bis auf den ersten Tag bestätigten sich diese Sorgen in keinster Weise.
Aufgrund der sehr guten Aufteilung des Schiffes und der großzügigen Gestaltung vieler Räumlichkeiten verteilte sich die Menge der Passagiere sehr gut, selten so z. T. leere Bereiche gesehen.
Oder haben die Shops das alles aufgefangen?! Diese waren stets gut besucht.

Widmen wir uns zunächst den oberen Decks 13 – 16.
Insgesamt besitzt das Schiff diverse Whirlpools, sowie 2 Swimmingools, die ernsthaft zum Schwimmen geeignet sind (1 innen, 1 außen), plus 1 dreistufig angeordneten Pool im Solarium am Bug des Schiffes auf Deck 13 und 14. Letzterer ist aber mehr zur Entspannung im Wasser gedacht. Währendem ein Pool sich mittschiffs auf den Außendeck befindet, sind die anderen beiden innen.
Aufgrund des Wetters waren wir häufig am inneren Swimmingpool, der trotz der Witterung sehr überschaubar gefüllt war.



Einen Platz zu bekommen war nie ein Problem, der Pool war ebenso stets angenehm leer.
Einmal waren wir mittschiffs am äußeren Pool, als es das Wetter zuließ.
Auf den Decks 14 und 15 gibt es großzügige Außendecks, die bei gutem Wetter genügend Liegen für Sonnenanbeter bereithalten.
Ferner gibt es auf Deck 13 und 14 am Bug den großen Solarium-Bereich, der oben schon kurz erwähnt wurde.
Hinter großen Panorama-Glasscheiben erstreckt sich ein großzügiger Decksbereich mit allerhand Liegen, dem Solarium Café sowie dem bereits erwähnten stufenartigem Pool. Dazu kommen vier Whirlpools.
Wer bei kühlerem Wetter nicht auf dem Außendeck verweilen möchte, aber dennoch top Aussicht aufs Meer haben möchte, ist hier genau richtig. Für mich ersetzt dieser Bereich wunderbar eine Observation-Lounge am Bug, die ich sehr gern habe.



Dieser Bereich war bei Passagieren beliebt, aber nie überfüllt, sodass stets freie Liegen vorzufinden waren.
Auf Deck 13 gibt es sogar die Möglichkeit, jeweils backbord und steuerbord auf den Dächern der Brückennock zu stehen. Tolle Ausblicke sind vorprogrammiert.







































Hinter dem Solarium-Bereich auf Deck 14 befinden sich eine Towel-Station für Handtücher, sowie der Swimmingpool innen, und zwei Whirlpools.
Wie das Solarium ist dieser großzügige Bereich ebenso für Badefreunde gedacht, die bei kühlem Wetter das offene Sonnendeck meiden möchten.
Sowohl im Solarium, wie auch im inneren Pool befindet sich jeweils eine Bar, die kostenpflichtige Drinks aller Art bereithält.
Ebenso zum SOlarium gehört das Solarium Café. 
Im Prinzip ist das ein kleines Buffetrestaurant, das den Windjammer Marketplace, das hauptsächliche Buffetrestaurant etwas entlastet.
Dort wird Frühstück und Mittag, sowie an Seetagen Brunch angeboten, ebenso wie Abendessen.
Währenddem früh und mittags die Speisen ausschließlich gegen Selbstbedienung angeboten werden, werden abends Hauptspeisen serviert. Vor- und Nachspeisen werden in Buffetform angeboten. 



Mittschiffs befinden sich der Swimmingpool auf den Außendeck,  sowie die H2O-Zone für Kinder.
Der dortige Bereich auf dem Außendeck ist weder zu groß noch zu klein, sodass das Gefühl, auf einem riesigen Schiff zu sein, nicht aufkommt.
Außerdem gibt es dort eine große Videoleinwand, wo tagsüber kurze Filmclips oder Destinations-Videos gezeigt wurden, abends laufen dort Spielfilme aller Art.



Schade: Im Gegensatz zu Princess gibt es hier keinerlei kostenlose Snacks, die zu einem Kinofilm dazu gehören. Weder Popcorn, Cookies, noch irgendetwas anderes.
Die einzige Möglichkeit, während eines Filmes an derartige Snacks zu kommen, ist der Windjammer Marketplace – sofern man einen Film zwischen 17:45 und 21:00 schaut.
Da hat der Marketplace offen.
Ebenso mittschiffs hinter dem Swimmingpool befindet sich die H2O-Zone, ein interaktiver Wasserspielbereich für Kinder.
Zum Außendeck auf Deck 14 mittschiffs gehört noch das Johnny Rockets Lokal. Dies ist ein kostenpflichtiges Lokal für typisch amerikanisches Fastfood wie Burger, Hotdogs oder Milchshakes. Diese beliebte Lokalität hielt erstmals 1999 auf der „Voyager of the Seas“ Einzug, und wurde bei vielen späteren großen Flottenmitgliedern verbaut.
Wir waren dort aber nie.
Denn weiter auf Deck 14 kommt das großzügige Buffetrestaurant, der Windjammer Marketplace, der kostenlos vielfältige Speisen aller Art bereithält – zum Frühstück, Mittag und Abendessen.
Erfreulicherweise gibt es am Heck einen Außenbereich, der durch ein großzügiges Sonnensegel geschützt wird.
Kurz vor dem Eingang des Windjammers befindet sich das Coastal Kitchen, das Restaurant für Gäste aus Suiten und mit dem höchsten Vielfahrer-Status (Pinnacle) bei RCI. Hier waren wir also nicht.
Zur Qualität der Speisen am Windjammer gehe ich weiter unten ein, in der Rubrik Verpflegung.

Weiter geht es auf Deck 15. 
In Richtung Bug befindet sich der Spa-Bereich mit allerhand kostenpflichtigen Anwendungen. Hier waren wir nicht.
Eine klassische Sauna mit kostenlosem Zugang, wie auf vielen anderen Schiffen, ist leider nicht an Bord vorhanden.
Hinter dem weitern Deck und Dach des Innenpools, das bis Deck 15 reicht, befindet sich der Eingangsbereich des North Star by iFly.
Dies ist eine Aussichtskapsel, die mittels eines Kranes über das Schiff geschwenkt wird, um in bis zu 92 m Höhe Ausblicke über das Schiff und die umliegende Landschaft, oder die See zu erhalten. Eine sehr beeindruckende Sache.




Gleich am Eingangsbereich des North Star befindet sich die North Star Bar mit angenehmen Sitzbereichen, die einen schönen Ausblick über das Pooldeck bietet.
Mittschiffs auf Deck 15 befinden sich großzügige Außendeck-Bereiche für Sonnenliegen an Deck.
Diese umrunden das Schiff bis von mittschiffs bis zum Heck.
In Richtung Heck beginnt schließlich der Seaplex, der bis Deck 16 reicht.
Am Eingangsbereich befinden sich für Tenns Spielarcaden und die Teen Disco, bevor es in den Seaplex geht.







Dies ist eine zweistöckige Sporthalle, die für vielfältige Aktivitäten wie Autoscooter, Rollerblades, Trapez-Übungen oder Ballsportarten genutzt werden kann.
Die Aktivitäten richten sich nach entsprechenden Plänen.
Im Seaplex befindet sich das Seaplex-Doghouse, wo vom späten Vormittag bis spät abends Hotdogs serviert werden.
Hinter dem Seaplex, am Heck, befinden sich weitere Außendeck-Bereiche.
An der Steuerbordseite ist die Kletterwand zu finden, die verschiedene Kletterwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade bietet.
Weiter geht es auf Deck 16. Zunächst sind auf der zweiten Ebene des Seaplex an den Seiten Tischtennis-Platten, XBOX-Spielkonsolen und Tischkicker zu finden.








Am Heck, hinter dem Seaplex befindet sich der Fallschirmsimulator Ripcord by iFly, sowie der Flowrider, der Surfsimulator.
Diese Anlage ist seit 2006 auf Royal-Caribbean-Schiffen zu finden, als er auf der Freedom of the Seas erstmalig Einzug hielt.








































Auf den Schiffen der Voyager-Klasse (Bj. 1999 – 2003) wurde er nachgerüstet.
Die Anlage ist zu bestimmten Öffnungszeiten in Betrieb, einerseits für Boogie-Boarding (auf breiteren Boards in der Hocke), sowie Stand-Up-Surfing im Stand. Ersteres fiel mit deutlich leichter… 
Den Fallschirm-Simulator probierten wir auch aus. Nach einem Einführungs-Video, Belehrungen und dem Anlegen der Fallschirm-Kleidung gibt es eine Minute Flugsimulation in einer durchsichtigen Glas-Röhre.
Dazu wird ein sehr hoher Luftdruck erzeugt, und mit entsprechender Haltung wird man in der Luft „getragen“ – am besten selber Videos anschauen. 




Kurz vor dem Seaplex auf Deck 16 mittschiffs befindet sich ein abgetrennter Bereich des Sonnendecks, der für Suiten-Gäste und Pinnacle-Vielfahrer reserviert ist.
Seitlich am Seaplex ist die Kletterwand angebracht. 
Am Bug des Decks 16 ist das großzügige Fitnesscenter mit allerhand modernen Geräten zu finden.

Von Deck 13 bis 6 sind fast ausschließlich Kabinen zu finden, daher geht es weiter mit den unteren Decks von Deck 5 bis 3. Auf Deck 2 ist nur der Schiffsarzt beheimatet.
Am Heck des Decks 5 befindet sich der sogenannte Two70’s Bereich, der sich bis zu den Galerien auf Deck 6 erstreckt, wo die Bibliothek liegt.
Im Prinzip ist der Two70’s eine großzügige Lounge, die über eine große Glasscheibe einen tollen Blick auf das Meer und die Heckwelle bietet. Der Name dieser Lounge soll einen 270-Grad-Blick suggerieren.
Die Lounge selber ist theaterartig aufgebaut, und enthält viele Sitzgruppen mit Sesseln und Tischen, von denen viele zur Bühne gerichtet sind.
Abends finden dort umfangreiche Bühnenshows mit viel Technik statt.




Das haben wir uns aber nie angesehen, sondern diese Lounge eher tagsüber zum Verweilen genutzt.
Daran grenzt das Café @Two70’s an, das von früh bis zum späten Nachmittag verschiedene Speisen zum Frühstück, Sandwiches und Salate sowie Gebäck bietet.
Kostenlose Getränke, die auch aus dem Windjammer bekannt sind, sowie kostenpflichtige Kaffeespezialitäten, sind dort ebenso zu bekommen. Es erinnert an das Park Café anderer RCI-Schiffe.
Diese Location gefiel mir, allerdings hätte ich mich auch abends über Öffnungszeiten gefreut.
Beim Verlassen des Two70’s gelangt man auf eine kleine Promenade, die sich The Via nennt, und das Next Cruise Büro, diverse Bars sowie das Zuzahlrestaurant Jamie’s Italian beherbergt.
Mittschiffs, nach den Fahrstühlen beginnt der obere Teil der Royal Esplanade, einer Promenade, die über zwei Decks geht und diverse Shops, Restaurants und Bars beinhaltet. Auf anderen großen RC-Schiffsklassen ist dieser Bereich als Royal Promenade bekannt, erstreckt sich aber über mehr Decks.
Auf Deck 5 der Esplanade befinden sich das Landausflugsbüro, die robotergesteuerte Bionic Bar, die Zuzahl-Restaurants Wonderland, Chops Grille und Izumi, Schooner Bar und Fotogalerie, bis am Bug das Theater erreicht wird, das sich über die Decks 4 und 5 erstreckt.
Der Großteil der Royal Esplanade ist auf Deck 4 zu finden, die direkt hinter dem Theater beginnt.
Hier ist die bis Deck 3 reichende Music Hall zu finden, diverse Shops, die bei dem vorwiegend amerikanischem Publikum offenbar sehr beliebt waren, das Pub sowie die Sorrento’s Pizzeria und das Café Promenade. Hier werden zu jederzeit kostenlose Snacks angeboten, sowie Wasser, Kaffee und Tee. Direkt gegenüber befindet sich die „gehobene Version“ in Form der La Patisserie. Hier werden Snacks und Kaffeespezialitäten gegen Bezahlung angeboten.
Schließlich ist der Gästeservice noch auf Deck 4 zu finden.




Am Ende der Royal Esplanade sind zwei der vier Hauptrestaurants zu finden (American Icon und Silk), die anderen beiden sind auf Deck 3 (Grande und Chic).
Im Vergleich zu anderen RCI-Schiffen, wo sich ein Hauptrestaurant über 2-3 Decks erstreckt, gibt es hier vier einzelne über je ein Deck. Das senkt den Lärmpegel deutlich.
Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die vier Restaurants ursprünglich für das Dynamic Dining konzipiert waren, d. h. jedes Restaurant bekam ein eigenes Menü zu stets offenen Zeiten.
Dies wurde von RCI mittlerweile abgeschafft, zugunsten des klassischen Dining-Konzeptes, das von anderen Schiffen bekannt ist.
D. h.: Für jedes Restaurant gilt das gleiche Abendmenü, und es gibt drei Zeiten für das Abendessen: früh (17:30), spät (20:00), offen (Einlass jederzeit zwischen 17:30 und 21:00).
Wir speisten stets zur zweiten festen Essenszeit im Grande, zum Frühstück und Mittag war das American Icon zu offenen Zeiten verfügbar.
Auf Deck 3 befinden sich nebst den beiden Hauptrestaurants noch das Casino Royale und die Music Hall, die bis ins Deck 4 reicht.

Gibt es kein Promenadendeck? Im Prinzip doch, auf Deck 5. Allerdings keines, wie man es von älteren Schiffen kennt, wo die Rettungsboote an den Davits quasi „über“ dem Passagier hängen.
Aufgrund neuer Sicherheitsbestimmungen befinden sich die Rettungsboote „auf Augenhöhe“ mit dem Passagier und versperren hier die Sicht aufs Meer – die Quantum-Klasse von RCI ist da kein Einzelfall, auf sehr vielen neueren Kreuzfahrtschiffen ist das mittlerweile so.
Ein paar Abschnitte auf dem Promenadendeck waren von den Rettungsbooten befreit.
Auf einer Seite ist dieser Bereich mit einer Raucherlounge ausgestattet, gegenüber, auf der anderen Seite befindet sich der Außenteil des Jamie’s Italian.
Lediglich in Richtung Bug befinden sich zwei Abschnitte auf jeder Seite, die keinerlei Sichtbehinderung aufweisen und freie Sicht aufs Meer ermöglichen.
Im Gegensatz zu vielen anderen RCI-Schiffen lässt sich das Promenadendeck auch nicht umrunden.
Auf den RCI-Schiffen älterer Klassen war die Bugspitze quasi jederzeit begehbar. Das geht auf der Quantum-Klasse auch nicht mehr.
Für mich waren diese Aspekte jetzt keine gravierenden Problemfaktoren. Sie sollten jedem, der diese Schiffsklasse bucht, aber bewusst sein.
Das war bei mir der Fall, daher beschwere ich mich nicht groß drüber. 
Aber ich bevorzuge schon klassische Promenadendecks mit uneingeschränkter Aussicht aufs Meer, mit im Idealfall begehbaren Bug.

Anhand des Dekors war zu sehen, dass das Schiff aus dem Jahr 2015, also noch recht neu ist:
Das Dekor wirkte modern, seriös und elegant, keine Spur von übermäßigem Kitsch, was mir sehr zusagte. Wer solch modern gehaltenes Interieur mag, ist hier genau richtig.
Dass bei so einem neuen Schiff der Zustand des Mobiliars einwandfrei war, versteht sich von selbst.

Insgesamt machte die Anthem of the Seas auf uns einen sehr durchdachten Eindruck, die vielen verschiedenen, teils gemütlichen Räumlichkeiten trugen dazu bei, dass sich die Masse gut verteilte, und das Schiff sehr selten überfüllt wirkte.
Oft fragte ich mich, wo der Rest der 4200 Passagiere war?! Das Schiff sollte tatsächlich ausgebucht sein…
Nachdem ich anfänglich gegenüber der Quantum-Klasse wirklich meine Zweifel hatte und mir nach der Indienststellung dieser Schiffe eine Buchung nicht vorstellen konnte, bin ich froh, diese Skepsis überwunden zu haben.
In meinen Augen hat RCI eine sehr gute Schiffsklasse auf den Markt gebracht, die ich auf jeden Fall wieder buchen würde.

Kabine

An Innenkabinen waren wir die letzten Jahre schon gewöhnt – somit hatten wir für die Kreuzfahrt auf der Anthem of the Seas ebenso eine Innenkabine gebucht.
Wie alle Innenkabinen dieses Schiffes verfügte auch unsere 12679 über einen virtuellen Balkon – nettes Feature, mit dem man zumindest zum Teil Kontakt zur Außenwelt hat.




Die Kabine erfüllte unsere Bedürfnisse komplett, und konnte mit einer geräumigen Aufteilung und sehr guter Größe überzeugen.
An jeder Seite des Bettes gab es einen ausreichend großen Kleiderschrank zum Verstauen der wichtigen Kleidungsstücke, ebenso wie Fächer über dem Bett.
Die Koffer passten darunter, also war ausreichend Stauraum vorhanden.
Das Bad ist ausreichend groß, viele werden sich an der Dusche mit Glastür erfreuen.
Duschbad ist im Dispenser vorhanden, Seife in eingeschweißten Stücken ebenso.
Unser Stateroom Attendant stellte sich während der gesamten Kreuzfahrt nicht vor, machte aber einen ordentlichen Dienst.

Verpflegung

Da wir 2015 auf der Vision of the Seas (Royal Caribbean, Vision-Klasse, Bj. 1998) vor allem am Windjammer Buffetrestaurant mit der Verpflegung unzufrieden waren, erwarteten wir gespannt, was wir auf der Anthem of the Seas vorfinden werden.
Kurz: Die Vorbehalte, mit denen wir aufgrund dessen auf die Anthem gegangen sind, haben sich zum Glück nicht bestätigt.
Sowohl am Windjammer, als auch in allen anderen Restaurants, die wir besuchten, war die Verpflegung stets so, wie wir sie uns vorstellten.

Zum Frühstück suchten wir einige Male den Windjammer Marketplace auf. Die Auswahl war reichhaltig.
Von verschiedenen Eierspeisen wie Egg Benedict in drei unterschiedlichen Ausführungen, Spiegelei oder Rührei (leider aus einer Fertigmasse) über American Breakfast mit Bratkartoffeln, Gemüse, Bacon, Sausages, bis hin zu Süßspeisen wie Pancakes, French Toast oder verschiedenen Gebäcken war alles vorhanden.
Sogar Lachs war zu haben, Früchte, Müsli und dergleichen ebenso.
Eine asiatische Ecke gab es auch, die wir allerdings kaum aufgesucht hatten.
Gängige Getränke zum Frühstück waren ebenso vorhanden, etwa Kaffee, verschiedene Teesorten, sowie Orangensaft, Apfelsaft oder Wasser.
Hier sollte für fast jeden etwas dabei gewesen sein.
Öfter suchten wir zum Frühstück den American Icon Grill auf, das Service-Restaurant, das zum Frühstück geöffnet war.
Die Speisekarte bot die Speisen, die für ein amerikanisches Schiff üblich sind.
Verschiedene Müslisorten, Früchte, Lachs, Pancakes, French Toast sowie Eiergerichte (Omeletts, Spiegel- und Rührei) waren auf der Karte zu finden, entsprechende Beilagen wie Sausages, Baked Beans, Bacon etc. konnten geordert werden.
Gefreut hätte ich mich über täglich wechselnde Spezialitäten, wie bei Princess Cruises üblich.
Allerdings gab es im American Icon zusätzlich ein kleines Buffet, welches Sachen anbot, die nicht auf der Karte standen – nettes Zusatzangebot.
Frühstücksgebäcke wurden am Platz serviert.

Mittags waren wir ab und an am Windjammer Marketplace zu finden. Die Auswahl der Speisen war stets gut, die Qualität sehr gut bis ausgezeichnet.
Kleiner Nachteil dieser Schiffsklasse: Zwischen 15:00 und 17:45 war der Windjammer Marketplace völlig geschlossen.
Das heißt, Kaffee und Kuchen waren nur auf Deck 4 oder 5 im Café Promenade oder Café @Two70’s zu finden.
Auf anderen Schiffsklassen hat der Windjammer Marketplace zur Kaffeestunde geöffnet. Warum geht das nicht auch auf der Quantum-Klasse? Zumal das Solarium Café auf Deck 14 ebenfalls nachmittags geschlossen war.
Bis auf Hotdogs am Seaplex Doghouse gab es nachmittags keine Möglichkeit, auf den oberen Decks an Snacks oder warme Speisen zu kommen.
Das wäre ein Verbesserungsvorschlag, der m. E. nicht viel Aufwand kostet, und einen echten Mehrwert darstellen würde.
Abends haben wir ab und an für eine Zwischenmahlzeit am Windjammer Marketplace gespeist, bevor wir 20:00 zum Dinner gingen.
Jeden Abend gab es verschiedene Themen, etwa indisch, italienisch oder amerikanische Klassiker.
Die Auswahl und Qualität waren stets zu unserer Zufriedenheit.

Ab und an waren wir mittags im American Icon Grill. Zu Seetagen ist dieses mittags geöffnet.
Zwei Menüs werden angeboten, mit guter Auswahl. Die Speisen waren ebenso gut bis sehr gut.
Wie zum Frühstück gibt es auch mittags ein kleines Buffet, was ein Zusatzangebot an Speisen bietet, die nicht auf der Karte zu finden sind.

Das Dinner nahmen wir stets im Grande-Restaurant am 2er-Tisch ein.
Die Speisekarte beinhaltet mittlerweile Vorspeisen, Hauptgänge und Desserts auf einem Menü, eine separate Dessertkarte gibt es nicht mehr.
Die Auswahl war für eine Mittelklasse-Reederei gut.
3-4 Vorspeisen wechselten täglich, die anderen 4-5 blieben jeden Abend gleich.
Von den 8 angebotenen Hauptspeisen wechselten 5-6 täglich, 2-3 blieben gleich.
Desserts: insgesamt 8 standen zur Auswahl, 2-3 wechselten, der Rest blieb stets gleich.
Die Gerichte waren für eine US-Reederei recht gängig, aber teils ausgefallene Gerichte wie z. B. Pork Tacos asiatischer Art, Coconut Shrimps oder Seafood Risotto waren dabei.
Qualitativ waren die Speisen sehr gut bis z. T. ausgezeichnet, vor allem die tolle Duck Á L’Orange am ersten formellen Abend habe ich noch in bester Erinnerung.
Am zweiten formellen Abend gab es Lobster Tail.
Gegen Aufpreis wären exquisitere Gerichte (etwa Filet Mignon, ein ganzer Hummer oder Surf and Turf) verfügbar gewesen, aber von so etwas halte ich gar nichts.
War bei dem inkludierten Speiseangebot auch absolut nicht notwendig.

Für weitere Mahlzeiten, etwa zwischendurch, sind weitere Lokalitäten vorhanden:
Auf Deck 5 am Heck befindet sich das Café @Two70’s, das zur gleichnamigen Lounge gehört.
Von früh bis 17:00 sind dort verschiedene Frühstücksangebote, Sandwiches und Süßspeisen zu bekommen, ebenso wie kostenlose Getränke und kostenpflichtige Kaffeespezialitäten.
Auf Deck 4 hat rund um die Uhr das Café Promenade geöffnet. Sandwiches, Süßspeisen, sowie kostenlose Getränke sind hier rund um die Uhr zu haben.
Auf Deck 14 im Solarium gibt es das Solarium Café, was mich tagsüber an eine kleine Version des Windjammer Marketplace erinnerte.
Früh und mittags gab es ein Speisenagebot in reiner Buffetform.
Für abends konnten Reservierungen vorgenommen werden. Die Vorspeisen und Desserts aber sind am Buffet zu bekommen.
Im Seaplex auf Deck 15 am Heck liegt das Seaplex Doghouse. Hier werden vom späten Vormittag bis späten Abend Hotdogs angeboten.

Getränkepakete haben wir keine gekauft, da wir mit den kostenlosen Getränken, etwa den bordeigenen Limonaden, sowie dem ungesüßten Eistee und Wasser bestens versorgt waren.
Tee und regulärer Kaffee waren ebenso rund um die Uhr kostenlos zu haben.
Die Coffee Card für 35 $ habe ich mir trotzdem geholt. Diese beinhaltet 15 Kaffeespezialitäten, egal zu welchem Preis. Pro Bestellung wird die Karte je 1x gelocht.
M. E. ist diese Karte für Kaffeetrinker wie mich sehr empfehlenswert.

Insgesamt waren wir mit der Verpflegung an Bord ziemlich zufrieden.
Ein paar kleine Extras, wie sie bei HAL oder Princess zu finden sind, gab es zwar nicht groß.
Wir wissen aber, dass diese Reedereien einen etwas höheren Standard als RCI bieten, irgendwo muss sich der Unterschied ja bemerkbar machen.
Wir haben aber nichts an Bord der Anthem vermisst und fanden, dass RCI sich bei der Verpflegung einen guten Platz im Mittelklasse-Segment sichern kann.

Service und Personal

Insgesamt hat das Personal an Bord einen überzeugenden Job gemacht, sodass wir uns an Bord wohl fühlten.

Unser Waiter Felio und Assistant Waiter I Wayan im Grande Hauptrestaurant haben insgesamt gute Arbeit geleistet.
Ersterer wirkte etwas unsicher und bemühte sich, alles richtig zu machen. Das gelang ihm meist, außer, dass er ab und an ein paar Speisen verwechselte und etwas leise sprach.
Servietten-Service gehörte abends zum Standard, neues Besteck nach Verbrauch ebenso.
Letzteres war zum Frühstück und Mittag aber nicht der Fall.
Sehr gut in Erinnerung ist uns Head Waiter Christopher, der unter Anderem für unseren Tisch mit zuständig war. Man merkte ihm seine Erfahrung an, auf jede Frage hatte er eine Antwort.
Jeden Abend kam er, z. T. mehrfach an unseren Tisch, unterhielt sich mit uns, fragte, ob alles in Ordnung sei, und gab uns Insider-Infos hinter den Kulissen.
Allgemein waren die Mitarbeiter in den Hauptrestaurants stets freundlich, und machten gute Arbeit.
Am Windjammer Marketplace war der Service ebenso sehr ordentlich.
Der Abräumservice war stets zügig, zumindest Säfte wurden an den Tisch gebracht, vor allem, wenn sehr viel los war.

Unser Stateroom Attendant stellte sich nicht vor, die Kabine aber hatte er im Griff – für uns das Wichtigste.

Insgesamt konnten die Crew und die damit verbundenen Service-Leistungen überzeugen, und haben zum Wohlfühlen an Bord sehr gut beigetragen.

Unterhaltung und Aktivitäten

Für mich ist das Thema Unterhaltung auf Kreuzfahrten so ziemlich das Unwichtigste, mein Cousin ist daran eher interessiert.
Allerdings bietet die Anthem of the Seas mehr als genügend Freizeitmöglichkeiten, sodass auch ich gerne mal daran teilnahm.

Eine Trapez-Schule gab es ebenso, wir schauten nur zu.
Wenn dort keine direkten Aktivitäten stattfanden, wurde diese Halle als reines Sportfeld genutzt, manchmal fanden dort Matches statt.

Ich habe zweimal beim Surfen auf dem Flowrider mitgemacht – währenddem das Boogie-Boarding auf Knien auf einem breiteren Brett ganz gut lief, viel mir Stand-Up-Surfing doch erheblich schwerer.

Einmal haben wir bei Fallschirmsimulator, dem Ripcord by iFly mitgemacht.
Es war ein sehr spezielles Erlebnis – wie genau es funktioniert, zeigen diverse Videos sicher besser.

Beeindruckend war der Aussichtskran, der North Star. In einer Kapsel finden etwa 30 Passagiere Platz, die per Kran angehoben wird und tolle Blicke über das Schiff, die See sowie Land bietet, sofern dieses in der Nähe ist. 


Im Theater selber waren wir zweimal. Einmal haben wir die Show „The Gift“ gesehen, erinnerte an ein Musical. War ganz nett, aber wir sind vorzeitig gegangen.
Die Anthem of the Seas gehört zu den Schiffen, die im Theater weltweit renommierte Musicals zeigt, die den Shows an Land in nichts nachstehen. An Bord der Anthem of the Seas wird das Musical „We Will Rock You“ gezeigt.
Die zweistündige Show war sehr beeindruckend, auch, wenn ich kein großer Musical-Fan bin und mir die Aufmachung solcher Shows meistens zu schrill ist. 
Wie sollte es bei einem bekennenden Metallica-Fan wie mir auch anders sein, grins?! 
Dennoch war ich froh, dass wir es gesehen haben, denn ein super Erlebnis war es allemal.

In diversen Locations hätten noch viele weitere Shows oder Unterhaltungs-Aktivitäten stattgefunden. Dies aber haben wir nicht besucht.

Pro/Contra

Zum Schiff und dem Erlebnis an Bord möchte ich gern ein paar Worte verlieren, was ich sehr gut fand, und was verbessert werden kann.
Vorab: Lange gehörte ich zu den Leuten, die dieser Schiffsklasse nach ihrer Indienststellung nicht viel abgewinnen konnten, mit einer baldigen Buchung rechnete ich nicht.
Die Zeiten ändern sich, gut drei Jahre, nachdem die Anthem of the Seas fertig gestellt wurde, haben wir sie nun gebucht, und haben diese Wahl nicht bereut.

Wir glaubten zu Anfang, dass sich die Größe des Schiffes, und die über 4200 Passagiere negativ bemerkbar machen würden. Weit gefehlt – selten ein Schiff mit so leeren Pool- oder Deckbereichen erlebt, auch die Restaurants bzw. Speiselokale waren selten wirklich voll.
Hätten wir es nicht gewusst, wäre uns nicht bewusst gewesen, sich auf einem derart großen Schiff mit 350 m Länge zu befinden.

Die Lichtseiten:
Für diese Route war es sehr praktisch, dass das Schiff innen relativ viele Bereiche zum Aufhalten halt.
Vor allem der große, verglaste Solarium-Bereich am Bug ist sehr gelungen, bietet er tollen Ausblick, währenddem man sich auf einer Liege entspannt.
Auf Deck 13 konnten sogar die „Dächer“ der Brückennock, die sich an freier Luft befinden, begangen werden.
Ein Mehrwert war außerdem das Solarium-Bistro, das früh, mittags und abends warme Küche anbot und eine gute Alternative zum Windjammer Marketplace darstellt – so wurde letzteres Lokal etwas entlastet.
Die von mir geliebte Observation-Lounge, die sich meist am Bug oder unter dem Schornstein der Schiffe befindet und eine tolle Sicht auf See bietet, konnte das Solarium vollends ersetzen.
Der Wegfall der „Viking Crown Lounge“, die als Observation-Lounge auf älteren RCI-Einheiten dient, war hier also zu verschmerzen.
Zumindest für mich aber stellt der Solarium-Bereich durchaus Licht und Schatten dar: Auf kühleren Routen, bei der auch der Sonnenuntergang früh ist und es abends an Deck sehr kalt wird (wie bei uns der Fall), war dieser Bereich sehr praktisch, da man sich dennoch bis spät abends im warmen Poolbereich aufhalten konnte.
Ich gehe allerdings bei fast jeder Wetterlage gern an Deck. Die vielen Bereiche innen nahmen an Bord recht viel Platz ein, sodass die Freiflächen an Deck etwas kleiner sind. Genügend Platz ist immer noch vorhanden, aber „Frischluft-Fanatiker“ wie ich müssen hier minimale Kompromisse eingehen.
Allerdings würde ich dennoch sicher einen schönen Platz außen finden.

Die große Seaplex-Halle am Heck bietet innen sehr viele Sportmöglichkeiten, die bei fast jedem Wetter umsetzbar sind. Beim Tischtennis oder Ball spielen fliegt der Ball durch Wind z. B. nicht weg, Aktivitäten wie Autoscooter oder Rollschuh fahren müssen ebenso nicht vom Wetter abhängig gemacht werden.

Das Restaurant-Konzept an Bord hat uns insgesamt zugesagt.
Der Windjammer Marketplace, das Buffetrestaurant ist sehr groß mit mehr als genug Sitzplätzen, mir sagte natürlich der offene Bereich am Heck sehr zu. Dieser war auch über Deck 15 zu erreichen, als das Windjammer geschlossen war.
Im Windjammer Marketplace selber sind die Ausgabestationen als „Inseln“ angeordnet, sodass die Schlangen erheblich geringer sind als bei durchgehenden Ausgabereihen.

Die kleinere Version des Windjammers, das Solarium war eine annehmbare Alternative. In Buffetform wurde eine etwas kleinere, aber gute Auswahl an Speisen und Getränken geboten, abends gab es die Hauptgerichte á la Carte.

Uns gefiel, dass die vier Hauptrestaurants nur über ein Deck gingen, sodass der Lärmpegel reduziert werden konnte und die Räume nicht voll wirkten.

Ein kleines Highlight auf Deck 5 am Heck war für uns die Two70s-Lounge, die bereits mehrfach Erwähnung fand.
Durch die großen Panorama-Scheiben und die einladende Einrichtung lud diese Lokalität tagsüber wunderbar zum Verweilen und Speisen ein.
Die abendliche Unterhaltung dort haben wir nicht besucht.

Schattenseiten:
Sie halten sich wirklich in Grenzen, ein paar aber gibt es.
Wie schon beschrieben, nehmen die Innenbereiche auf den oberen Decks nicht wenig Platz ein, etwas mehr Fläche für die Außendecks würden für mich einen Mehrwert darstellen.
Gerade in der Karibik ist der einzige reine Außenpool und die dazu gehörige Deckfläche sicher gefragt.

Die Öffnungszeiten der Restaurants sollten m. E. noch optimiert werden: Zwischen 15:00 und 17:30 haben Windjammer und Solarium Café geschlossen, d. h. auf den oberen Decks gibt es zu dieser Zeit nur Hotdogs am Seaplex Doghouse.
Für Gebäck, Kaffee und kleine Snacks zwischendurch müssen Café @Two70s auf Deck 5, oder Café Promenade auf Deck 4 aufgesucht werden.
Hält man sich zu diesem Zeiten am Pool auf Deck 14 oder anderen hohen Decks auf, und möchte zwischendurch einen Snack einnehmen, ist das unpraktisch.
Warum kann nicht zumindest eine kleine Auswahl an Speisen auch im Solarium Café oder Windjammer zu dieser Zeit angeboten werden? Auf anderen RCI-Schiffsklassen gibt es diesen Malus auch nicht, da Windjammer und/oder das Park Café geöffnet sind am Nachmittag - je nach Schiffsklasse. 
Außerdem gibt es auf der Anthem auf den hohen Decks ja entsprechende Locations.
Das Johnny Rockets Burger-Restaurant gegen Zuzahlung hat schließlich auch rund um die Uhr geöffnet, es geht also.
Dies zu optimieren wäre in unseren Augen ein großer Mehrwert, der mit keinem allzu großen Aufwand verbunden wäre.

Im Prinzip wären das die beiden Kritikpunkte, die mir einfallen.
Insgesamt fanden wir die Anthem of the Seas ein sehr überzeugendes Schiff.

Resumée

Sowohl Royal Caribbean, als auch die Quantum-Klasse konnten uns überzeugen.

Angenehm überrascht waren wir vom geringen Aufkommen der Menschenmassen, bzw. dass das Schiff fast überall angenehm leer wirkte.
Wir hätten nie geglaubt, dass sich die Passagiere so gut verteilen.

Das Schiff selber gefiel uns mit seinem seriösen, aber nicht steif wirkendem Interieur sowie der sinnvollen Aufteilung und Planung.
Wer Freizeitaktivitäten aller Art sucht, kommt an Bord klar auf seine Kosten.

Die Speisen konnten in allen Bereichen überzeugen, egal ob Windjammer, Hauptrestaurants oder die kleinen Cafés. Auswahl und Qualität stimmten stets.

Das Servicepersonal machte stets einen guten Job, sodass wir uns an Bord gut umsorgt fühlten.

Insgesamt hat uns Royal Caribbean eine sehr schöne Zeit an Bord geboten, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angemessen, wir kommen gerne wieder.  

Gerne würde ich die Radiance-Klasse von RCI ausprobieren, die vier Schiffe dieser Klasse haben die Größe, die ich ideal finde. Die Hardware sagt mir ebenfalls sehr zu, den Schiffsbeschreibungen nach zu urteilen.

Fragen versuche ich gerne zu beantworten.

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Bericht zur Anthem of the Seas

Dieses Kapitel ist der ausführlichen Beschreibung der Anthem of the Seas, unserem Schiff, gewidmet. Zunächst einige Eckdaten: Allg...